Die ‚Feuerwerksmusik’ zählt bestimmt zu den bekanntesten Werken von Händel und doch ist sie relativ selten im Konzertsaal zu hören. Das könnte aber durchaus an Händels ursprünglich vorgesehener Besetzung liegen. Er plante mit nicht weniger als 24 Oboen, 12 Fagotti, 9 Hörnern, 9 Trompeten und 3 Paukensätzen. Die Bläserphilharmonie Zug bringt das Werk in einer solistisch besetzen Version auf die Bühne. ‚Alcina’ dagegen steht nicht wie die Feuerwerksmusik für königlichen Prunk, sondern zeigt Händel als Opernkomponisten in höchster Vollendung. Diese Oper war denn auch einer seiner grössten Erfolge und wurde öfter aufgeführt als jede andere seiner Opern in den 1730er Jahren. Im Kontrast zu den zwei Werken von Händel steht in der Mitte des Programms ‚Reflections on a sixteenth Century Tune’ von Richard Rodney Bennett. Bennett verfügt über ein ungemein breites Spektrum an kompositorischem Schaffen, welches von serieller Musik bis hin zu Filmmusik (Four Weddings an a Funeral) reicht. ‚Reflections’ basiert auf einem im 16. Jahrhundert sehr bekannten Lied aus der Sammlung ‚La Couronne et Fleur’.
Zu Beginn ein wahres Feuerwerk, eine stimmungsvolle Komposition mit starkem Bezug zu früherer Zeit, danach mit Nicola Brügger eine Solistin, welche mit ihrem Gesang den Zauber der Barockoper wunderbar in den Konzertsaal zu übertragen weiss!
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